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News‣Standards für Auftragsforschung und Evaluation – Ein Instrument zur Herstellung eines Machtgleichgewichts?‣

STANDARDS FÜR AUFTRAGSFORSCHUNG UND EVALUATION – EIN INSTRUMENT ZUR HERSTELLUNG EINES MACHTGLEICHGEWICHTS?

Von öffentlichen Stellen beauftragte Studien und Gutachten – dazu zählen auch Evaluationen – sind wesentlicher Bestandteil einer evidenzbasierten Politik. Dabei werden häufig nicht nur Fragestellungen durch Auftraggebende formuliert, sondern auch ob bzw. zu welchem Zeitpunkt Ergebnisse veröffentlicht werden. Diese Aspekte der Agendasetzung sowie einige andere Merkmale indizieren ein Machtungleichgewicht zwischen Auftraggebenden und Auftragnehmenden. Können Auftragnehmende durch ein Bekenntnis zu Standards der Evaluation oder der Auftragsforschung (z.B. die DeGEval-Standards, fteval-Standards, Memorandum of Understanding einiger österreichischer Forschungsinstitutionen) diesem begegnen? Mit einem Bekenntnis zur Einhaltung derartiger fachlicher Standards formulieren Auftragnehmende, manchmal sogar gemeinsam mit Auftraggebenden wie im Falle der fteval-Standards, eine Selbstverpflichtung zur Einhaltung von methodischen Standards in der Umsetzung von Auftragsforschung, Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse und es wird die Veröffentlichung von Berichten als Standard definiert.

Es stellt sich nun die Frage, welche Herausforderungen mit der Umsetzung einer derartigen Selbstverpflichtung in der Evaluation und in Forschungseinrichtungen verbunden sind und wie diese in Verhandlungen mit Auftraggebenden eingebracht werden können. Welche begleitenden Maßnahmen sind notwendig, damit diese Selbstverpflichtung eingehalten werden kann? Wie kann man aber auch eine Selbstverpflichtung von Seiten der Auftraggebenden zur Unterstützung und Einhaltung dieser Standards bekommen, insbesondere wenn die Evaluierungsresultate kritisch ausfallen? Welche Chancen und Risiken bieten gesetzliche Bestimmungen (z.B. Offenlegungspflichten) in Bezug auf von öffentlichen Stellen beauftragte bzw. finanzierte Evaluation?

Nach einem Input zur Initiative „Memorandum of Understanding“ österreichischer Forschungsinstitutionen diskutieren Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Institutionen vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen in ihrem jeweiligen Praxis- bzw. Forschungsfeld ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der Standards oder des Memorandum of Understanding und damit verbundene Herausforderungen.

Beteiligte Personen

Prof. Dr. Wolfgang Beywl, FHNW, Aargau (Panel)
Dr.in Karin Grasenick, convelop, Graz (Panel)
Dr. Markus Steinich, GIZ, Bonn (Panel)
Mag.a Margit Harjung, BMK, Wien (Panel)
Dr. Jürgen Janger, WIFO, Wien (Input)
Prof. Dr. Udo Kelle, DeGEval, Hamburg (Discussant)
Dr. Thomas König, IHS, Wien (Panel)
Mag.a Birgit Woitech, fteval, Wien (Discussant)
Dr.in Angela Wroblewski (Moderation)

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Von öffentlichen Stellen beauftragte Studien und Gutachten – dazu zählen auch Evaluationen – sind wesentlicher Bestandteil einer evidenzbasierten Politik. Dabei werden häufig nicht nur Fragestellungen durch Auftraggebende formuliert, sondern auch ob bzw. zu welchem Zeitpunkt Ergebnisse veröffentlicht werden. Diese Aspekte der Agendasetzung sowie einige andere Merkmale indizieren ein Machtungleichgewicht zwischen Auftraggebenden und Auftragnehmenden. Können Auftragnehmende durch ein Bekenntnis zu Standards der Evaluation oder der Auftragsforschung (z.B. die DeGEval-Standards, fteval-Standards, Memorandum of Understanding einiger österreichischer Forschungsinstitutionen) diesem begegnen? Mit einem Bekenntnis zur Einhaltung derartiger fachlicher Standards formulieren Auftragnehmende, manchmal sogar gemeinsam mit Auftraggebenden wie im Falle der fteval-Standards, eine Selbstverpflichtung zur Einhaltung von methodischen Standards in der Umsetzung von Auftragsforschung, Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse und es wird die Veröffentlichung von Berichten als Standard definiert.

Es stellt sich nun die Frage, welche Herausforderungen mit der Umsetzung einer derartigen Selbstverpflichtung in der Evaluation und in Forschungseinrichtungen verbunden sind und wie diese in Verhandlungen mit Auftraggebenden eingebracht werden können. Welche begleitenden Maßnahmen sind notwendig, damit diese Selbstverpflichtung eingehalten werden kann? Wie kann man aber auch eine Selbstverpflichtung von Seiten der Auftraggebenden zur Unterstützung und Einhaltung dieser Standards bekommen, insbesondere wenn die Evaluierungsresultate kritisch ausfallen? Welche Chancen und Risiken bieten gesetzliche Bestimmungen (z.B. Offenlegungspflichten) in Bezug auf von öffentlichen Stellen beauftragte bzw. finanzierte Evaluation?

Nach einem Input zur Initiative „Memorandum of Understanding“ österreichischer Forschungsinstitutionen diskutieren Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Institutionen vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen in ihrem jeweiligen Praxis- bzw. Forschungsfeld ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der Standards oder des Memorandum of Understanding und damit verbundene Herausforderungen.

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Dr.in Karin Grasenick, convelop, Graz (Panel)
Dr. Markus Steinich, GIZ, Bonn (Panel)
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Dr. Jürgen Janger, WIFO, Wien (Input)
Prof. Dr. Udo Kelle, DeGEval, Hamburg (Discussant)
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