Kausalanalysen in der österreichischen FTI-Evaluierung

2026-08-21T00:00:00+02:00
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Status quo, Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven

Welche Rolle können kausalanalytische Wirkungsanalysen in der österreichischen FTI-Politik künftig spielen?

Kausalanalytische Wirkungsanalysen gelten als der Goldstandard, um zu belegen, ob eine Fördermaßnahme tatsächlich wirkt. In Deutschland hat die Expertenkommission Forschung und Innovation in einem Gutachten ihren stärkeren Einsatz eingefordert, und auch die EU verlangt sie zunehmend. In der österreichischen Evaluierungspraxis kommen sie jedoch nur vereinzelt zum Einsatz.

Woran liegt das? Dieser SIP-Talk stellt eine Studie vor, die den Status quo erstmals systematisch erhebt. Dafür wurden alle bisherigen österreichischen FTI-Evaluierungen mit kontrafaktischem Design identifiziert und nach ihrer methodischen Güte untersucht. Ergänzend wurden Interviews mit allen relevanten Akteur:innengruppen des Systems geführt: von Ministerien und Agenturen über Evaluator:innen bis zu weiteren Umfeldakteur:innen. So wird nicht nur sichtbar, wie verbreitet und wie belastbar kausalanalytische Ansätze in Österreich sind, sondern auch, wie die Methode im nationalen System wahrgenommen wird, warum sie bisher selten angewendet wird und welche strukturellen, institutionellen und marktbezogenen Rahmenbedingungen dafür ausschlaggebend sind.

Abschließend diskutieren wir, welche Rolle kausalanalytische Wirkungsanalysen künftig in der österreichischen FTI-Politik spielen könnten – auch vor dem Hintergrund technologischer Entwicklungen und neuer Möglichkeiten des Datenzugangs, etwa über das Austrian Micro Data Center (AMDC).

Dieser SIP Talk findet in Kooperation mit der Österreichischen Plattform für Forschungs– und Technologiepolitikevaluierung (fteval) statt.

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